Der Fall Günter Sare

Am 28.9.1985 nahm der 36-jährige Sare nahm an einer Demonstration gegen eine Versammlung der NPD im Haus Gallus, dem Bürgerhaus des Frankfurter Stadtteils Gallus teil. Das Haus Gallus hat als Ort der Frankfurter Auschwitzprozesse (1963 ff.) eine besondere historische Bedeutung in Bezug auf den Nationalsozialismus. Die Auswahl dieses Orts für eine Veranstaltung der neonazistischen NPD wurde – wie beabsichtigt – als Provokation empfunden.

Zahlreiche linke Gruppierungen veranstalteten als Protest gegen die NPD ein multikulturelles Nachbarschaftsfest auf dem Hof der benachbarten Günderrodeschule, das zunächst friedlich verlief. An der NPD-Veranstaltung nahmen etwa 70 Menschen teil, an der Gegendemonstration rund 700. Gegen 20 Uhr kam es zu ersten gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen militanten Linken und NPD-Anhängern. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein. An der Kreuzung Frankenallee/Hufnagelstraße fuhr eines dieser Fahrzeuge vom Typ WaWe 9 IV auf eine Demonstrantengruppe los. Als einziger aus dieser Gruppe ergriff Günter Sare nicht die Flucht. Er wurde vom Wasserstrahl getroffen, fiel zu Boden und wurde dann vom rechten Hinterrad des 27 Tonnen schweren Fahrzeugs überrollt. Die Hinterachse drückte seinen Brustkorb ein. Beim Aufprall aufs Straßenpflaster erlitt Sare einen Schädelbasisbruch. Der damalige Medizinstudent Michael Wilk, ein Arzt und ein Sanitäter leisteten rund 20 Minuten lang erste Hilfe, bis ein Notarztwagen eintraf. Günter Sare war jedoch schon tot. Später erhoben die Ersthelfer Vorwürfe, dass die Polizei sie behindert habe.

Quelle Wikipedia

http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Sare

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Veröffentlicht am September 28, 2013 in Polizei, Saarland, Tod und mit getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Gallus?
    „… Verfassungsbeschwerde des früheren Kriminalassistenten Gallus H. …“
    http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv006132.html Rn. 126 – 144

    Die dort beschriebene vielfache Wilkür findet sich auch heute unter Hartz IV wieder.

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