Der Fall Horst Arnold

Kurze Zeit des Glücks:
Horst Arnold nach dem Freispruch
mit seiner Tochter Christine

Horst Arnold, Biologie- und Sportlehrer, soll am 28. August 2001, in der großen Pause, seine Kollegin, die Biologie- und Deutschlehrerin Heidi Külzer, vergewaltigt haben. Es gibt nur die eine Zeugin, das mutmaßliche Opfer.

Sie, damals Mitte dreißig, ist die Hauptbelastungszeugin. Er, Anfang vierzig, bestreitet die Tat. Sie wird als hübsch geschildert, als eine Frau, die sympathisch wirke und die Menschen für sich einnehme.

Er dagegen soll sich überschätzen – und trinken. Aus Sicht des Darmstädter Landgerichts fügte sich alles. Horst Arnold wurde am 24. Juni 2002 wegen Vergewaltigung in Tateinheit mit Körperverletzung und Nötigung zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt. Die Überzeugung der Kammer, dass der Angeklagte auch der Täter sei, basiert laut Urteilsbegründung in erster Linie auf den Aussagen der Zeugin.

Richter Christoph Trapp

Horst Arnold saß seit dem 2. Oktober 2001 in Untersuchungshaft. Er verbüßte die komplette Strafe bis zum 1. Oktober 2006. Die Haftzeit wurde nicht auf zwei Drittel verkürzt, da der Verurteilte weiterhin seine Unschuld beteuerte, mithin keine Reue zeigte. Er sah sich zwangspsychiatrisiert, denn er wurde in einem Haus des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen behandelt. Nach der Entlassung fand er keine Arbeit, wurde depressiv und begab sich in Behandlung.

Das angeblihe Vergewaltigungsopfer Heidi Külzer stieg währenddessen zur Konrektorin auf.

Eine spätere Recherche ergab Hinweise, die das Opfer als eine Person erscheinen lassen, die Geschichten erfindet, wenn nicht sogar lügt, um sich Geltung und Vorteile zu verschaffen.

Einen ihrer früheren Ehemänner gewann sie trotz vorhergehender Trennung für eine Heirat, weil ihr Kind, mit dem sie schwanger sei, doch einen Vater brauche. Auch müsse das Kind finanziell abgesichert sein.

Zuvor hatte sie dem Mann gesagt, sie leide an einer schweren Krankheit und habe nur noch wenig Zeit zu leben. Die Ehe wurde nach kurzer Zeit geschieden. Frau Külzer. erstritt eine beachtliche Entschädigung.

Nach der Haftentlassung kam es 2011 zu einem Wiederaufnahmeverfahren. Das Kasseler Landgericht sprach Horst Arnold am 5. Juli 2011 „aus erwiesener Unschuld“ frei (Aktenzeichen: 1620 Js 16973/08 1 KLs).

Das Kasseler Landgericht ließ kein gutes Haar an dem Urteil der Darmstädter Kollegen. Der Vorsitzende Richter Jürgen Dreyer in der Urteilsbegründung. „Es kommt nicht darauf an, was Richter glauben, sondern wie man mit Recht umgeht.“ Eine Tat müsse so nachgewiesen werden, dass keine vernünftigen Zweifel bestehen bleiben. Dieser Grundsatz gelte erst recht, wenn in einem Vergewaltigungsprozess Aussage gegen Aussage steht. Dabei würde auch nach einen Urteil des Bundesgerichtshofs immer die These gelten: Die Aussage einer Belastungszeugin sei falsch. Erst wenn man gegenteilige Beweise finde, könne man verurteilen.

Natürlich ist nicht nur das LG Darmstadt zu kritisieren, sondern auch der BGH. Denn dieser hatte im ersten Verfahren einen Revision ebenfalls abgelehnt.

Der BGH hat den Freispruch eines Lehrers vom Vorwurf der Vergewaltigung bestätigt. Der BGH hat die Revision der Nebenklägerin verworfen, da die Nachprüfung des Urteils keinen Rechtsfehler ergeben hat. Das freisprechende Urteil des LG Kassel wurde damit rechtskräftig.

Am 29. Juni 2012 verstarb Lehrer Arnold an Herzversagen. Bis dahin erhielt er weder eine Haftentschädigung, noch gab es bis dahin ein Strafverfahren gegen die Lehrerin Heidi Külzer. Bis heute scheint es noch kein Urteil gegen die Lehrerin zu geben. Sie kassiert weiterhin ihr Beamtengehalt, ohne jedoch noch im Schuldienst tätig zu sein.

Das Horror-Erlebnis des Lehrers Horst Arnold zeigt sehr deutlich, dass die deutsche Justiz absolut nicht funktioniert. Während die größten Gewaltverbrecher, mit teilweise über 20 Verfahren, nie einen Knast von innen sehen, können völlig unschuldige Bürger jederzeit im Knast landen.

Viele Richter verwechseln die richterliche Unabhängigkeit mit Willkür. Bei solchen Richtern wird aus „im Zweifel für den Angeklagten“ ein „im Zweifel für den Angeklagten ein paar Monate/Jahre mehr“. In diesem Verfahren gab es wirklich nichts, außer die zweifelahfte Aussage des angeblichen Opfers, was für eine Täterschaft von Herrn Arnold sprach.

Schon der zeitliche Ablauf war unhlaubwürdig. Maximal 15 Minuten gab es Zeit für die Vergewaltigung. Danach hatte die Frau Unterricht in einer Klasse. Dort merkte man der Lehrerin nichts an. Auch bei einer späteren Feier war die Frau vergnügt. Trotz der angeblichen Verletzungen durch die angebliche Körperverletzung und angebliche Vergewaltigung, konnte die Lehrerin auch sofort wieder Tennis spielen.

Zufällig gab es wenige Tage nach der angeblichen Vergewaltigung eine amtsärztlich Untersuchung.  Auch dabei wurden weder Verletzungen festgestellt, noch wurde so etwas von der Frau erwähnt. Die Frau will sogar ihre Unterwäsche vernichtet haben, obwohl ihr als Biologilehrerin bekannt sein sollte, dass dies ein wichtiges Beweisstück ist. Das Vorgehen der Frau und des Richters rechtfertigt für mich eine Haftstrafe von jeweils 10 Jahren, also doppelt so lange wie die Haftzeit des unschuldigen Lehrers. Es soll schließlich eine Strafe sein.

Tatsächlich jedoch beziehen beide weiterhin Geld von uns Steuerzahlern. Weiterhin behauptet der Richter, er würde seine Urteile „im Namen des Volkes“ sprechen, obwohl er dafür völlig ungeeignet erscheint, und bei einer Volkswahl der Richter sicherlich nicht mit einer Weiterbeschäftigung rechnen könnte.

Und der unschuldige Lehrer wurde während seiner Haft von allein sieben Psychologen begutachtet. und die bescheinigen dem angeblichen Täter schließlich „schwere seelische Abartigkeit“, weil Lehrer Arnold  immer wieder seine Unschuld beteuerte.

NACHTRAG 13.9.2013

Inzwischen gibt es auch ein Urteil gegen die Lehrerin. Auf dem Papier sieht das ertsmal gut aus. Zu 5,5 Jahren Haft wurde sie verurteilt, 7,5 Jahre hatte die Staatsanwaltschaft beantragt, und damit 50% mehr, als Lehrer Arnold in Haft war.

Aber auch 5,5 Jahre übersteigt noch das Strafmaß des unschuldigen Lehrers. Leider wird die Frau, nach ca. 2/3, den Frauenknast, wahrscheinlich auf Bewährung, wieder verlassen können. Damit würde sie tatsächlich mindestens ein Jahr weniger im Knast sitzen, als ihr unschuldiges Opfer. http://beamtendumm.wordpress.com/2013/09/13/ein-urteil-das-mir-gefallt/

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http://falschbeschuldigung.org/Horst_Arnold

http://de.wikipedia.org/wiki/Horst_Arnold_(Justizopfer)

http://wikimannia.org/Horst_Arnold

https://www.google.com/search?client=aff-maxthon-newtab&channel=t2&q=horst%20arnold

http://www.youtube.com/results?search_query=horst+arnold&oq=horst+arnold&gs_l=youtube.3..0.15497.28039.0.28653.74.17.0.0.0.6.238.1599.6j7j1.14.0…0.0…1ac.1j2.aACUSsL7odQ

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Veröffentlicht am Januar 7, 2013 in Horst Arnold und mit , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 2 Kommentare.

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