Der Fall Karsten: 30 Monate plus §64 StGB

Dieser Vorgang behandelt folgende Aktenzeichen:

Strafverfahren wegen versuchten Totschlags gegen Helmut Karsten (selbst)

107Js 123 99 / 04

Urteil : 30 Monate, plus Unterbringung gem. § 64 StGB

Verfahren wegen der 3 gewalttätigen Übergriffe durch den Frustschläger

102 Js 1 88 45 / 04

– OLG Bamberg , eingestellt ***

mein Strafantrag gegen StA Hagen Förster wegen Einstellungen

107 Js 7656 / 05

– OLG Bamberg , eingestellt***

*** „eingestellt“ könnte auch mit: „Bearbeitung verweigert“ umschrieben werden.

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5-1-11 No matter how long it takes, justice will be done! H.K.

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Die Bilder können durch Anklicken teilweise vergrößert werden.

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Die Presse macht hier einen alkoholischen Penner und Sozialschmarotzer aus mir. Jedenfalls liest sich der Artikel dergestalt.

 FALSCH!

Nur zur Feststellung des ‘Grades der Behinderung’ musste ich den Rentenantrag (LVA) stellen. Lediglich die GdB-Feststellung war angestrebt. Ich war aktiv jobsuchend  und darüberhinaus völlig freiwillig bei den verschiedensten örtlichen Hilfsorganisationen tätig (Tafel etc.). Drei Tage vor meinem Abflug aus Atlanta/USA habe ich noch die Geburtstagsparty für Mr. Bill Gates (Microsoft) gastronomisch betreut/gearbeitet………………….

Jetzt zum Tathergang:

Die drei, vom Frustschläger eingestandenen, Übergriffe waren:

Ein nachweislich grundloser, massiver, Kickbox-Vernichtungstritt, sowie ein gezielter Bierdosenwurf, der mich am Auge und an der Schläfenregion erwischte und ein Faustschlag ins Gesicht.

Diese Fotoaufnahme aus der Lichtbildakte zeigt meine Hämatome und Verletzungen, welche beim 4. Angriff, am Toreingang, maximal 20 Stunden alt waren. Diese Art von Verletzung ist extrem schmerzhaft. Ich war bereits wehrlos, als ich dem Schläger in der Nacht des 12./13. August, an dem Toreingang begegnete. Ich war inmobil. Aus Angst versuchte ich vergeblich das Tor zuzuhalten!

Fotoaufnahme aus der Lichtbildakte (Kripo) vom 13.08.04

„kraftvoll und blitzschnell“, so der Schläger in der Hauptverhandlung, geht da gar nichts. Mit dieser Prellung des Brustkorbs (Frakturen?), war es mir nicht möglich, die Tür auch nur zuzuhalten. Ich war wehrlos. Der Schläger  musste zugeben, dass er das Tor mit Gewalt  aufdrückte. Ich hatte den Bruchteil einer Sekunde für eine Reaktion. Für einen Verletzungsentschluß,  oder etwa einen Notwehrentschluß, war nicht einmal Zeit.

Festnahme am Tatort: „Ich kann Sie doch sonst vor dem (Schläger) nicht schützen!“ so der Haftrichter, Herr Dr. POPP, am 13. Aug. 04, als er mir den Haftbefehl in die Hand drückte.

Was ist das?

Schutzhaft !!!

Für Juristen:

Grundsätzlich, ein formell rechtswidriger Haftbefehl: Quelle: NexisLexis  Kommentare Leipziger – § 32 StGB

Randnummer 289, unten. „Solange Anhaltspunkte dafür gegeben sind, dass die Tat durch Notwehr gerechtfertigt ist, fehlt auch der dringende Tatverdacht i. S.d.§ 112 Abs. 1 als Voraussetzung für einen Haftbefehl“.(s. nur Schlothauer StV 1996 391, 393f m.w.N.) Lesen Sie auch RN 290.         (Absoluter Revisionsgrund?)

Selbst der Haftrichter (siehe Haftbefehl/Galerie) war sich nicht sicher, WER das Opfer und WER der Täter ist.

Jedoch:

U-HAFT SCHAFFT RECHTSKRAFT !

Siehe Geständniserzwingungs-Haftbefehll in der Galerie:

Die medizinische Behandlung in der JVA – Bamberg  erfolgte erst nach Tagen und war nur oberflächlich. Ich bekam IBUPROFEN. Behandlung zur Diagnose und zum Beweis meiner Wehrlosigkeit wurde bis nach der Hauptverhandlung (7 Monate) verweigert. Ein absoluter Revisionsgrund? De facto: Ich konnte den 95 Kilo des Frustschlägers nichts entgegenhalten – ich war wehrlos und konnte (durfte) das nicht beweisen. In Bezug auf meine Beschwerden aus den Verletzungen kann ich dem Eindruck von Folterhaft und/oder Geständniserzwingungshaft, nicht widersprechen.

Dass ich panische Angst hatte, bei dem vierten Angriff, muss nicht gesondert erwähnt werden.

Bei der Strafverhandlung, am 8.3.05 lagen diese Bilder (in Originalqualität/Farbe) auf dem Richtertisch. Dementsprechend wahrheitsgemäß war meine Aussage vor der Strafkammer, obwohl ich die Bilder erst 1 Jahr später sah.

 Ich habe 2 Tatortskizzen angefertigt

Meine Verletzungen  vom Türrahmen der Wirtshaustüre, sind als zwei sichtbare Abdrücke, auf meinem Rücken (Pfeil) zu sehen.  Der tatgegenständliche Notwehrbeweis ist auf meinen Körper geschrieben.

Im Tatmoment bewegte ich mich rückwärts!.

Lichtbildakte der Kripo, aufgenommen am 13.8.04.

Lichtbildakte der Kripo, Nahaufnahme, aufgenommen am 13.8.04.

Unten leider wieder eine (fast) unbrauchbare Kopie. Die Aufnahme zeigt (im Original) meine Verletzung durch das Tor, welches mein Angreifer mit Brachialgewalt aufgeschmissen hat. Das Messer war zu diesem Zeitpunkt noch, mit dem Griff nach unten, in meiner Hosentasche:

Lichtbildakte der Kripo, aufgenommen am 13.8.04.

DAS WAR DER ANGRIFF!

Ein gegenwärtiger, rechtswidriger Angriff. Der 4. erwiesene Angriff, in 20 Stunden. Ich war wehrlos, Notwehr § 32 StGB war geboten. Es wurde im Haftbefehl festgehalten, dass ich hätte mehrmals stechen können, wenn ich das nur gewollt hätte. Ich habe nicht! Auch im Schreiben des Ermittlungsbeamten, Hr. KOK Straßberger, an den Staatsanwalt, Hr. Titze, wurde festgehalten, dass ich durchaus in Notwehr gehandelt haben könnte. Ferner wurde festgestellt, dass mein Gegenspieler damals 24 mal vorbestraft war (heute 26 mal) und bereits dreifach wegen offener Gewalttaten in Ermittlung war (siehe unten).

Bei den Vorstrafen heißt es mittlerweile 26 x KAN. Alle seineletzten Taten waren Gewaltdelikte.

Derzeit 1 Jahr Gefängnisstrafe, zur Bewährung ausgesetzt. Zwei neue Verfahren wurden (gefälligkeitshalber?) eingestellt.

Kopie der  Kurzmitteilung des Ermittlungsbeamten KOK St…  vom 19.8.2004

Im Tatmoment: Blickfeld der Zeuginnen, Frau W. und Frau G.

Dieses Bild wurde neutral, ohne Zoom, von der Stelle aus aufgenommen, an dem ich die Zeuginnen gesehen habe, als ich auf die Straße rausging. Das war nur Sekunden nachdem der, mittlerweile verletzte Schläger, rauseilte und die Straße überquert hat. Infolge des Blickwinkels konnten die beiden Frauen, aus deren Position, nicht erkennen, ob der sog. Geschädigte die Tür viertelt, halb oder ganz aufgeschmissen hat. Es war außerdem 01:00 Uhr und dunkel. Die Zeuginnen sagten aus: „Er (Peter D.) kam gleich wieder raus“. Folgerichtig; er war „drinnen“. Es ging alles sehr schnell. Der Schläger war nur für Sekunden aus dem Blick der Frauen und wieder draußen auf der Straße. Er hatte sich auf die Türklinke gestützt und die Tür beim verlassen (fast) wieder zugemacht. Sein brachiales Aufdrücken der Tür aber war bereits der Angriff. Ich hatte nichts als panische Angst vor dem Schläger. Das war schon der vierte Angriff.

Die Ermittlungen:

Das Messer wurde (nur zum Vorteil des Staatsanwaltes) nie gefunden. In der absoluten Dunkelheit im Hof habe ich das Messer nicht sehen können. Ich erinnere mich an die Klingenlänge des alten Küchenmessers. Etwa 7 – 8 cm. Ich hätte das Messer als Beweismittel dringend gebraucht, denn ich wurde angeklagt, dem Frustschläger eine

15 cm (!)

tiefe Bauchwunde beigebracht zu haben. Unmöglich!

Die Zeuginnen waren bei dem linken Pfeil (Catweezleschild).

Der Freund von D. und später Zeuge K. war (rechter Pfeil) auf dem Bürgersteig gesessen. Er saß mit dem Rücken zur Wand, bei der Dachrinne, zwischen dem Hoftor und dem ersten Fenster. Die Türe geht nach innen auf und ist an der ihm zugewandten Seite angeschlagen. Auch er konnte nicht rückwärts, um die Ecke, sehen. Komamäßig betrunken konnte er auch nicht hören, dass ich ihn anbrüllte und sein Handy für den Notruf verlangte. In seinem „blackout“ ist er lediglich über die Straße gekrabbelt. Parallel ging ich mit, bis zur Straßenmitte. Dann habe ich in Richtung der Frauen abgedreht. Ich hatte immer noch Angst und wollte dem Schläger nicht zu nahe kommen.

Es waren 80 bis 100 Meter bis hin zu den Frauen. Sie standen  hinter den Stufen zur Catweezle-Bar. Die Frauen haben dann den Notarzt für mich gerufen. Übermüdung, Panik und der Schock über das soeben vorgefallene, ließen auch mich zusammenbrechen. Mittlerweile war ich schon 25 Stunden auf der Flucht, vor dem Frustschläger. Ich bin in der Zelle wiederaufgewacht.

Die Ermittlungen:

Nachdem der Staatsanwalt, Hr. Titze das Vorhandensein der Notwehrlage zur Akte genommen hatte, übernahm Oberstaatsanwalt, Hr. Petrat, die Akte 107 Js 123 99 / 04. Hr. Petrat wusste um die gewalttätige Eigenschaft des geborenen Peter D., der wegen seines schlimmen Zentralregisters, den Namen seiner ersten Ehefrau angenommen hatte: Peter, Canisius R.

Gleichzeitig hat Hr. OStA. Petrat ein Gutachten, unter anderem mit Erwähnung der §§ 64 und/oder 63 StGB, in Auftrag gegeben:

§ 64 StGB

Hat jemand den Hang, alkoholische Getränke oder andere berauschende Mittel im Übermaß zu sich zu

nehmen, und wird er wegen einer Tat, die er im Rausch begangen hat oder die auf seinen Hang

zurückgeht, verurteilt, oder nur deshalb nicht verurteilt, weil seine Schuldunfähigkeit erwiesen oder

nicht auszuschließen ist, so ordnet das Gericht die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an, wenn

die Gefahr besteht, dass er in Folge seines Hanges erhebliche rechtswidrige Taten begehen wird.´

(2)

Die Anordnung unterbleibt, wenn eine Entziehungskur von vorne herein aussichtslos erscheint.

Der § 64 StGB stammt ursprünglich aus 1933. In der 2005 gültigen Form, besagt der § 64 dass mehrfache Taten, die auf den Hang zum Genuss berauschender Mittel zurückgehen (“Hang”), vorliegen müssen. Die Kriminalprognose ist zwingend vorgeschrieben. Eine Kriminalprognose kann von einem Einmal- bzw. Ersttäter nicht erstellt werden, es sei denn Nostradamus wäre mit dem Gutachten beauftragt worden. Grundsätzlich eignet sich eine Sozialprognose, rechtlich nicht, um die Wahrscheinlichkeit von weiteren erheblichen, rechtswidrigen Taten, zu begründen.

Eine rechtswidrige und verfassungswidrige Anwendung des § 64.

Urteile mit dem § 64 werden bei der Revision schon gar nicht erst gelesen!

Herr OStA. Petrat hat das Fehlen meiner kriminellen Kausalvorgeschichte, mit Arglist umgangen. Er hat mich mit der höchst

umfangreichen kriminellen Vorgeschichte des Frustschlägers, zum Gutachten verbracht

(siehe Aktenpackschreiben, oben).

Wohlwissend dass die Gutachter, bei einem des versuchten Totschlags angeklagten, automatisch zu dicken Akte greifen.

Mein Zentralregisterauszug war nur ein leeres, weißes Blatt und wurde übersehen. Beim Gutachten wurde ich auf die

(„meine“) umfangreichen Gewalttaten und offene Verfahren hin, angesprochen. Die Akte wurde tatsächlich für meine

Vorgeschichte gelesen. „Sie haben die falsche Akte, Herr Melzer!“ Wie kann ich relevante Antworten zur Thematik geben,

wenn ich merke dass der Gutachter nicht weis:

welche Person vor ihm sitzt!

(Gutachten des Dr. Mattern)

<< mehr: FORUM § 64. klicken im Navifeld Willkommensseite

Die Hauptverhandlung:

AZ  :  107 Js 123 99 /04, vom 08.03.05, Vorsitzender Richter, Herr Konrad DENGLER.

Ich habe wahrheitsgemäß ausgesagt. Die Bilder lieferten den Tatsachenbeweis meiner Unschuld. Ich habe die Bilder nie gesehen. Selbst mein Pflichtverteidiger hatte nur die, fast unbrauchbaren, Kopien der Akte. Diese Akte sah ich erstmals, als ich die Kopien von einer Hilfsorganisation zugesandt bekam, im Februar 2006. Jedes Wort meiner Aussage ist bestätigt. Ich muss hier nur betonen, dass im Moment des vierten Übergriffs, so wie ich mich erinnere, alles rasend schnell ging. Das Tor, das ich zuzuhalten versuchte, „explodierte“ an mir, verletzte mich an der Schulter und ich wurde zurückgeworfen. Instinktiv (um das Messer vom Körper wegzubringen), riss ich das Messer heraus. Ich hätte es nur  in den eigenen Bauch getreten bekommen. Die Verletzung des Schlägers ist dann zwischen den beiden Aufschlägen, wie diese an meinem Rücken sichtbar sind, geschehen. Möglich, dass ich noch dachte: „Er sieht das Messer, bestimmt, geht er jetzt weg“ Nach der Verletzung hat er sich umgedreht, auf den Türgriff gestützt, und war in Sekunden wieder draußen. Die Tür war wieder (fast) zu. In Sekunden war der Vorgang vorbei und der Schläger wieder draußen.

Der Intensivtäter wurde aus der JVA – Kronach herangeschafft. Peter D. war dort in U-Haft, während seine Berufung gegen sein Urteil, wegen gefährlicher Körperverletzung, zu Ungunsten seiner Ex-Frau, bearbeitet wurde (16 Monate Haftstrafe). Seine gewalttätige Natur wurde bei diesem (meinem) Termin nicht zur Sprache gebracht. Vergessen wurde auch der Alkoholwert des Schlägers. In der Tatnacht wurde, erst Stunden später aus dem Operationsblut, nachdem mindestens 2 Packungen von Plasma verabreicht wurden, immerhin noch 1.85 Promille gemessen. Eine Auseinandersetzung über seinen tatzeitlichen Alkoholwert, erfolgte nicht mehr.

Aus der Sicht der 2. Strafkammer, ging es darum,  w e r  von uns beiden lügt. Wer muss denn, um jeden Preis, lügen? Es ist derjenige von uns beiden, der schon wegen einer schweren Gewalttat (einer Frau gegenüber) in Untersuchungshaft sitzt. Es ist derjenige, der überdies nochmal drei eigenständige Gewalttaten mit 4 Verletzungen zur Verhandlung „offen“ hat. Es ist der von uns beiden, der 95 Kilo wiegt und Kampferfahrung hat. Es ist derjenige, der mich schon am Vortag zweimal angegriffen und verletzt hat. Das hat er eingestanden (müssen). Ich musste nicht lügen, warum?

Die Kaschemmenwirtin/Barfrau ist eine frühere Gemahlin des Peter D.. Sie war keine unmittelbare Tatzeugin. Eher eine Gefälligkeitszeugin und hat natürlich kein gutes Haar an mir gelassen. Eine andere Zeugin, Frau Brigitte H., dagegen hat ausgesagt, dass Peter D. noch an dem Donnerstagmittag  bei seiner Ex-Frau damit geprahlt hat, dass er mir in der Kneipe ‘Rosenstock’„ein paar gegeben“ hat. Worauf die Wirtin noch sagte, dass sie schon ihrem (seinerzeitigen) Freund und den Albanern gesagt hat, die sollen sich den „Ami“ (ich) mal vornehmen – wegen der Zechschulden. Eine klare Aufforderung, mich zu schlagen, wenn immer ihr geschiedener Mann mich findet.

Meinen Versuch, die Tatmomente an der Türe des Gerichtssaales darzustellen, wurde vom Richter Dengler mit einem energischen Kopfschütteln verweigert. Es durfte nichts gesagt werden, damit mein folgerichtiger obligatorischer Antrag auf Tatortaugenschein,  nicht ins Protokoll kommen würde. Es war so einfach. Ob er noch was sagen wolle, wurde Peter D. vom Richter Konrad Dengler gefragt: Der Schläger  meinte, ich hätte ihm doch eine Latte draufhauen können, „aber warum denn gleich ein Messer?“ Diese Frage stellt sich aber anders dar. Warum hätte ich ihm irgendwas draufhauen sollen? Der Schläger, Peter D., wusste also um seinen (4.!) Angriff und hat es an dieser Stelle, wenn auch indirekt, zugegeben. So wurde das auch von meinem Pflichtverteidiger in der Hauptverhandlung vorgetragen.  Auch der Anwalt wurde ignoriert.

Das Fehlurteil: 30 Monate Haft, plus § 64 Unterbringung im Maßregelvollzug, BKH-Bayreuth

Wortlaut meines Schriftsatzes bezüglich der Einstellungen meiner Strafanzeigen gegen den Frustschläger. Ergänzend meiner Strafanzeige gegen den Staatsanwalt, Hagen Förster, vom 05.05.05, wg. Strafvereitelung im Amt, strafbar gemäß der §§ 258 a, 258a (2); ich kann StPO und StGB  l-e-s-e-n und ausreichend verstehen. Hierfür muss ich nicht (unbedingt) Jurist sein………..

Bamberg, den 22.06.05, an die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg, im LG-Bamberg.

Beschwerde gegen die Entscheidung der Staatsanwaltschaft Bamberg, vom 10.06.05.
Aktenzeichen 107 Js 7656/05. Zur Begründung darf ich vortragen wie folgt:

Zunächst geht man seitens der Staatsanwaltschaft bislang davon aus, dass ich bei dem Angriff des Herrn Peter D. keine erheblichen Verletzungen davongetragen habe. Dies ist nachweislich nicht richtig*.

Ich werde in der JVA – Bamberg nachhaltig eben wegen dieser Verletzungen anlässlich der Taten des Herrn Peter D. behandelt. In diesem Zusammenhang bleibt nach meinem Dafürhalten hervorzuheben, dass ein blaues Auge für sich eine Verletzung darstellt. Eine andere Beurteilung ist nicht gerechtfertigt. Zudem ist der seinerzeit geführte Angriff, des Herrn Peter D. – auch mit seinem Turnschuh – in den Oberkörperbereich und damit in einen empfindlichen Bereich geführt gewesen. Die Situation des Tritts in den Oberkörper, mit den weitreichenden zuvor beschriebenen Folgen ist durchaus vergleichbar mit der Situation eines Trittes – auch mit Turnschuhen – gegen den Kopf.

Berücksichtigt man diesen Umstand, dass Peter D. gegen mich insgesamt zwei Angriffe mit insgesamt drei Verletzungshandlungen geführt hat, die nach meinem Dafürhalten wenigstens hinsichtlich der Fußtritte als gefährliche Körperverletzung zu werten sind, erscheint es mir befremdlich, von der Strafverfolgung nach § 154 Abs. 1 StPO abzusehen, da er anderweitig eine rechtskräftige Verurteilung von elf Monaten erhielt. Alleine die zu meinem Nachteil begangenen Taten stellen wenigstens eine eben solche Strafwürdigkeit her.

Bemerkenswert finde ich zudem die Ausführungen, ich habe die Mutter des Herrn Peter D. unter Umständen zuvor beleidigt. Solche Ausführungen kann ich nur dahingehend verstehen, dass die Staatsanwaltschaft der Auffassung ist, dass die Beleidigung ungeachtet der Frage, ob sie denn tatsächlich so ausgesprochen wurde, durch Fußtritte im Wege einer Notwehr unterbunden werden dürfe. Hier durfte ich mir in meinem Urteil vom Landgericht entgegen halten lassen, dass der Angegriffene durchaus auszuweichen hat. Mir nunmehr als Rechtfertigung für die Fußtritte des Herrn Peter D. zu meinem Nachteil entgegen zu halten, ich hätte ihn dazu provoziert, ist mir nicht mehr verständlich.

Auch verdient nach meinem Dafürhalten Erwähnung, dass Herr Peter D. mich eingestandenermaßen in der Gaststätte „Rosenstock“ durch eine Ohrfeige verletzt hat. Von diesem Vorfall ist in sämtlichen Einstellungsverfügungen der Staatsanwaltschaft nicht die Rede. Dies stellt aber eine zweite eigenständige Körperverletzung dar.

Nochmals bleibt darauf hinzuweisen, dass ich durch die mannigfaltigen Übergriffe des Herrn Peter D. nachhaltige Verletzungen davongetragen habe. Dies ist der Staatsanwaltschaft auch bekannt. Denn in dem gegen mich geführten Strafverfahren wurde ich durch die Gerichtsmedizin Erlangen untersucht. Diese Untersuchungsbefunde liegen der Staatsanwaltschaft ebenfalls vor. Aus diesen ergibt sich, dass ich Verletzungen davongetragen habe. Aus den genannten Gründen war meinerseits gegen diesen Bescheid der Staatsanwaltschaft Bamberg vom 10.06.2005, AZ 107 Js 7656/05 Beschwerde einzulegen.

Ich kann nur anregen, das gegen mich ergangene Urteil des Landgerichts Bamberg, mit samt seinen Gründen beizuziehen. Denn aus dem Urteil lässt sich die Aussage des Herrn Peter D. entnehmen. Siehe auch Zeuge Matthias Zeller.                                         Mfg. Helmut Karsten.

Letztendlich wurden die Verfahren gegen den Schläger, sowie meine Anzeige (§ “Strafvereitelung im Amt”) gegen den StA, Herrn Hagen Förster, durch das OLG-Bamberg, im Oktober 2005 eingestellt.

Herr Förster ist heute Richter in Fürth. Bayern, wo sonst?

*) Gutachten LVA: Im Frühjahr 04,  30% Erwerbsminderung. Im Nov. 2006 durch 4 Fachärzte festgestellte

völlige

Erwerbsminderung. Im Dez. 2007 durch sozialgerichtsmedizinisches Gutachten, Dr. Thierfelder, bestätigt.

Wenn mir die Justiz das Recht nimmt, den vierten Angriff (4) eines mannigfaltig vorbestraften Frustschlägers abzuwehren; dann sagt mir die Justiz:

Mein Leben hat  keinen Wert.

Wenn  die Staatsanwaltschaft, die ursprünglichen Strafanzeigen  g e g e n  den Frustschläger, wegen dreier, grundloser Übergriffe, mit nachhaltigen Verletzungen, rechtswidrig einstellt; dann sagt mir die Staatsanwaltschaft:

Mein Leben hat keinen Wert.

Diesen Satz zu Ende gedacht:

Als Schreibtischtäter solidarisiert sich das Landgericht mit dem Intensivtäter!

Im Vorfeld des Verfahrens, wurden mir alle Möglichkeiten zur medizinischen Dokumentation meiner Wehrlosigkeit zur Tatzeit, verweigert. Daraufhin wurde der Schwerpunkt des Ermittlungsverfahrenserfahrens auf meine tatzeitliche Alkoholisierung (ab)gelenkt. Unter Nichtbeachtung der Vorgeschichte meines Gegenspielers, der bereits 24 mal, meist wegen Alkoholgewalttaten, noch mit offenen Verfahren, vorbestraft war.

Mein Zentralregister hat keine Eintragungen

Die Verbringung zum Gutachten, unter der Ankündigung der §§ 63 und 64 StGB, ist rechtswidrig. Es muss eine kriminelle Kausalvorgeschichte, zur Erstellung einer Kriminalprognose, vorhanden sein. Ein einmaliger Vorfall, bei einem Ersttäter schlechthin, erlaubt allenfalls eine Sozialprognose. Eine Sozialprognose kann zur Begründung des Schuldspruchs, sowie zur Begründung der Einweisung in eine Entziehungsanstalt, gem. § 64 StGB, nicht herangezogen werden.

Die gutachterlich erstellte Sozialprognose ist außerdem nicht  negativ ausgefallen. Das Gutachten liegt mir vor. Die Auswertung der Fragebögen konnte nicht manipuliert werden. Es ist das Fehlen der Auseinandersetzung, mit der Angst die ich vor dem Frustschläger hatte, (beim vierten Angriff) das die Fehldiagnose begründet. Selbstverständlich haben die Diplom-Psychologen nach der dickeren Akte gegriffen, als ich mit der Anklage wegen versuchten Totschlags, zum Gutachten verbracht wurde.

Der versuchte Totschlag war aber bereits bei der Ausstellung des Haftbefehls vom Tisch gekommen. Es wurde zweifelsfrei festgestellt, dass ich  mehrmals hätte stechen können, wenn ich das nur gewollt hätte (siehe Haftbefehl).

Zur Tat:

Dieser vierte Angriff war ein gegenwärtiger, rechtswidriger Angriff. Ich bin strafbefreit unschuldig gem. der §§ 32 und 33 StGB.

Vorrangig ist hierbei aber noch die Frage, weshalb sich mein Frustschläger zum Tattag (überhaupt) noch auf freiem Fuß befand. Er hatte bereits kurz nach seiner damaligen Haftentlassung (Nov. 2003), zwei neue schwere Gewalttaten begangen. Noch im Januar 2004 hat er mir gegenüber selbst geprahlt, „ich hätt‘ die F….. hiegemacht, wenn die andere Schlampe nicht dazwischen gegangen wäre“.

Wo war denn seine Kriminalprognose – bei 24 Vorstrafen?

Gutachten, Strafvollzug, Unterbringung in Bayreuth und

Vollzugsbeschwerde gegen den § 64

Das Gutachten des Dr. Mattern (hier), das einen Alkoholkranken aus mir machte, befasste sich nicht mit der Angst, die ich vor dem Frustschläger hatte. Es wurden auch die tatsächlichen med. Werte übergangen. Mein GAMMA-GT-Wert entsprach mit `51` nicht dem Wert eines Alkoholikers. Bis ‚66’ ist normal. Ein Ferrinwert (DC-Transferrin HPLC) wurde entweder nicht genommen oder die ganz normalen Ergebnisse mussten diesbezüglich verschwiegen werden.

Ich war negativ für alle bekannten Drogen.

Schon alleine wegen der Aktenverwechselung habe ich das Gutachten sofort bei meinem Pflichtverteidiger abgelehnt. Ich wurde ignoriert. Ohne Auseinandersetzung mit dem Anwalt, präsentierte der Gutachter, Dr. Mattern, sein „Gutachten“ in der Hauptverhandlung.

Übrigens: Ich bin heute über 7 Jahre  – problemlos –  abstinent.  Big deal!!

Am 10.08.05 wurde die eingelegte Revision, begründungslos, verworfen. Dieser Bescheid ist bis heute noch nicht im Verzeichnis der Entscheidungen des BGH erschienen. Dubios, denn der Ri Hebenstreit ist in einer anderen Entscheidung des gleichen Tages, als “in Urlaub” vermerkt. Bei meinem Bescheid fehlt dieser Zusatz völlig. Der diesbezügliche Schriftverkehr mit Herrn Reg. Dir. Schliebs (2010) trug nicht zur Vereinfachung dieses Umstandes bei.

Ohne Rechtsanwalt habe ich eine Verfassungsbeschwerde geschrieben. Die Verf.-Beschwerde muss mit dem schriftlichen Urteil eingereicht werden. Die Kopien hierfür, sollten vom Sozialarbeiter gemacht werden. Dieser nahm die Originalseiten an sich, sperrte diese in seinem Büro ein und………..war abwesend (Urlaub?). Ich kann dem Eindruck von Sabotage nicht widersprechen. Mit einer Woche Verspätung wurde dann die Beschwerde, mit dem Prozesskostenhilfeantrag, nach Karlsruhe geschickt.

Am 8.12.05 kam die Ablehnung.

Am 06.10.05 wurde ich ins Bezirkskrankenhaus Bayreuth verschubt. Die Therapie, bzw. die Unterbringung stellte sich mir lediglich als Versuch dar, mir das Fehlurteil „zu verkaufen“. Es findet dort keine Therapie statt. Meine Erfahrung aus 12 Jahren Freiwilligenarbeit (socialproject), aus den USA, zeigte mir, dass eine Einstellung zur evtl. Suchtgenesung, nirgendwo erkennbar ist.

Ich studierte juristische Fachliteratur bezüglich des § 64(Maßregelvollzug, v. d. Richter Herrn Bernd Volckart)

2.000 Seiten der Fachliteratur zeigten mir unmissverständlich die rechtswidrige Anwendung des § 64 StGB. Bezugnehmend habe ich am 26.2.06, mit einer Vollzugsbeschwerde, die Aufhebung meines § 64 beantragt. Meine Beschwerde wurde bei der ersten, gesetzlich vorgeschriebenen, Anhörung als „Brief“ abgetan, inhaltlich und grundsätzlich ignoriert. Daraufhin habe ich friedlich alle Beteiligung an den BKH-Aktivitäten eingestellt. Die Unterbringung wurde gem. § 64, Abs. 2, abgebrochen.

Therapieresistenz war für mich der einzige Weg, aus der „Suchttherapie“, bei der die Sucht niemals feststand. Überdies hätte ein Symptom-Zusammenhang zwischen Hang und Tat vorliegen müssen. Ein Hang zu alkoholbedingten Taten war auch niemals angezeigt, eben weil ich keinerlei alkoholbedingte Vorstrafen hatte. Keine kriminelle  Vorgeschichte.

Ich empfand die “Therapie” als hirnlosen, erniedrigenden Psychoterror.

Am 12.04.06 ging es wieder in die JVA-Bamberg.

Dort wird es potentiell lebensgefährlich !

Wie Sie sehen, habe ich in ALLEN Vorgängen die 3. Akte/Ermittlungsakte(n). Eine unterschiedliche Beurteilung, als das, was Sie sehen, istNICHT möglich.

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Veröffentlicht am Juli 25, 2012, in Bamberg, Bayern, Fall, FallK, Helmut Karsten, Landgericht, LG. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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